Wen juckt's?

Kennst du den obgenannten Ausdruck: «Wen juckt’s?» Dieser Ausdruck ist eine umgangssprachliche Metapher dafür, dass etwas was man macht oder allenfalls die eigene Person, nicht von Interesse ist für jemand anderes, eine Gruppe von Menschen oder schlicht der gesamten Gesellschaft. Es wird suggeriert, dass es also quasi nicht darauf ankommt, wie man eine Fragestellung löst, eine Herausforderung annimmt oder eine Sache zu Ende bringt.



Wen juckt’s schon, wenn zum Beispiel an Open-Airs ganze Camping Ausrüstungen zurückbleiben, nachdem die Musik geendet hat, die Verstärker abgebaut sind. Wen juckt’s schon, dass beispielsweise um den örtlichen Lauerzersee herum, immerhin an den meisten Stellen zum Naturschutzgebiet erhoben, Berge von Abfall, von Petflaschen, Papier und allerhand Unrat am Ufer oder im Wasser zurückbleiben? Da nützen die gut gemeinten Plakate «Nid ganz putzt», die zu ebensolchem, also zum Aufräumen und Putzen ermuntern sollen, natürlich herzlich wenig. Das Plakat juckt also auch niemanden. Und dennoch jucken diese und andere Beispiele sehr wohl. Einzelne, ja sogar viele oder ein bisschen hochgestochener formuliert. Die anfallenden Kosten werden sozialisiert. Kann heissen, dass es den Steuerfuss juckt, weil die öffentliche Hand als Saubermann, nicht Superman, auftreten muss. Und das juckt früher oder später dann auch wieder in der eigenen Steuerrechnung. Es kann also schon ganz gehörig jucken, früher oder später. Ein krasses Beispiel? Ja und Nein. Zu unpersönlich? Ja, schon eher.


"Also, wen juckt’s beispielsweise was aus dir wird?"

Mit etwas «Glück» deine Familie, deine Frau, dein Mann, deine Firma, deine Vorgesetzten, ja da gäbe es schon einige. Nur, vielleicht juckt es sie nicht wirklich oder wenigstens nicht so, dass du was Konkretes davon hättest? Zu abstrakt? Die Ziele der anderen sind vielleicht ja nicht unbedingt auch die Deinen. Das was du für sie sein sollst, ist ja nicht unbedingt das was du gerne für dich wärst. Zielkonflikte tun sich auf und machen sich auch wieder zu, kommt ganz darauf an, ob es dich juckt oder nicht.


So und jetzt komme ich direkt zu dir. Juckt es dich was du machst, oder was du aus dir machen willst? Wie du dich entwickeln könntest, möchtest oder solltest (…wenn du nach der Pfeife anderer tanzen würdest)? Ich hoffe, deine Antwort lautet: «Ja klar, juckt es mich, was aus mir wird!» Damit hast du den ersten Schritt in eine neue Form der Eigenverantwortung gemacht. Noch weisst du evtl. nicht, was dein nächster Schritt sein wird. Aber alles okay. Du hast eine klare Ansage gemacht. Du bist bereit das Ruder deines Schiffes zu übernehmen. Du bist Steuermann und Kapitän zugleich. Ja und was kommt jetzt als Nächstes? Als Nächstes heisst es ein unbeschriebenes Blatt Papier zur Hand zu nehmen oder im PC ein leeres Worddokument aufzumachen und dort schreibst du mal alles hin, was dich ausmacht, dein Woher und dein (mutmassliches) Wohin und das lässt du dann mal auf dich wirken und natürlich bringst du Korrekturen an und natürlich kommt dir immer noch mehr in den Sinn und dann schreibst du hinter deine Pläne, Absichten, Ziele mal hin, bis wann und wie das zu bewerkstelligen ist. Weisst du wie das jetzt juckt? Und das macht auch dir sicher Spass.


Viel Freude dabei.


Alfred Schuler

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"Ich stehe dazu wer ich bin und was ich tue, denke und fühle. Ergeben sich Schwierigkeiten, nehme ich Anpassungen vor bis es wieder stimmig ist für mich."

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